§1 Name und Sitz der Organisation 

  1. Die ehrenamtliche Organisation führt den Namen „Notrattenhilfe Bielefeld & Umgebung“ (NRH). 
  2. Sie hat ihren Sitz in Bielefeld. 
  3. Die Notrattenhilfe ist Pflegestelle des Tierschutzvereins Bielefeld & Umgebung e.V. und des Tierschutzvereins Gütersloh und Umgebung e.V. 

 

§1.1 Organisationsform 

Die Organisation ist kein Verein, aber die Umwandlung in einen eingetragenen Verein ist zukünftig möglich. Die Eintragung des Vereins ins Vereinsregister wird durch einfachen Mehrheitsbeschluss der Mitglieder erfolgen, sobald die formalen Voraussetzungen gegeben sind und die Mitglieder die Eintragung beschließen. Die Satzung der Organisation wird dafür entsprechend geändert und erweitert. 

 

§2 Organisationszweck 

  1. 1. Zweck der Notrattenhilfe ist die Förderung des Tierschutzes. 
  2. Der Zweck wird verwirklicht insbesondere durch 
    1. die Ermöglichung von Kontakten und Kommunikation zwischen den Mitgliedern, 
    2. das Sammeln von Informationen über Ratten, 
    3. Aufklärung in der Öffentlichkeit über Ratten und deren artgerechte Haltung, 
    4. die frühzeitige Anbahnung einer positiven Einstellung gegenüber Ratten und die Vermittlung der artgerechten Haltung, insbesondere bei der Jugend. 
    5. Insbesondere setzt sich die Notrattenhilfe gegen die Quälerei und nicht artgerechte Haltung von Ratten ein. 
    6. Die Notrattenhilfe unterstützt die Vermittlung von Notfallratten in ein artgerechtes Zuhause. 
    7. Vom Zweck ausdrücklich ausgeschlossen ist die Unterstützung jeglicher Zucht und Vermehrung sowie des kommerziellen Handels mit Ratten. Die Notrattenhilfe setzt sich jedoch dafür ein, dass auch Ratten in solchen Unterbringungen verbesserte Haltungsbedingungen erfahren.
  3. Der Zweck der Notrattenhilfe wird unter anderem erreicht durch: 
    1. Regelmäßige Treffen 
    2. Beratungsgespräche 
    3. Informationsveranstaltungen 
    4. Kommunikation mit der Öffentlichkeit 

 

§3 Gemeinnützigkeit 

  1. Die Notrattenhilfe ist selbstlos tätig und verfolgt keine eigenwirtschaftlichen Zwecke. Mittel der Organisation dürfen nur für satzungsmäßige Zwecke verwendet werden. Die Mitglieder erhalten in ihrer Eigenschaft als Mitglieder keine Zuwendungen aus Mitteln der Notrattenhilfe. Es darf keine Person durch Ausgaben, die dem Zweck der Notrattenhilfe fremd sind oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütungen, begünstigt werden. 
  2. Alle Inhaber/innen von Ämtern sind ehrenamtlich tätig. 

 

§4 Geschäftsjahr 

Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr. 

 

§5 Organe der Organisation 

Die Organe der Notrattenhilfe sind 

1. Das Team aus Mitgliedern 

2. Die Pflegestellen 

 

§6 Pflegestellen, Rattenaufnahme & Vermittlung

  1. Definition Notfallratten: Notfallratten sind Farbratten, die aus den unterschiedlichsten Gründen in ihrem bisherigen Zuhause nicht mehr gehalten werden können oder, aufgrund nicht artgerechter Haltung, drohendem Tod oder Aussetzen, dort nicht mehr gehalten werden sollten. Es dürfen bei Hilfe für die vorhandenen Ratten, nicht automatisch neue, ebenso hilfsbedürftige Tiere, nachrücken. Babys zählen als Notfallratten, wenn sie ungeplant und unbeabsichtigt entstanden sind, und die Besitzer keine Möglichkeit hatten, die Trächtigkeit zu verhindern; nicht als Notfallratten sind Würfe aus Haushalten mit dauerhafter Haltung von 2 Geschlechtern anzusehen, auch wenn sie ohne Absicht entstanden sind, da in diesem Fall unzureichende Geschlechtertrennung zugrunde gelegt werden muss. Neben Farbratten zählen als Notfallratten Halbwilde, die aus einer ungeplanten Vermehrung von Farbratten und wilden Wanderratten entstehen, sowie wilde Wanderratten, die hilflos oder verletzt gefunden werden, und die, nach Ermessen des Finders, ohne menschliche Hilfe keine Überlebenschance hätten. 
  2. Definition Pflegestelle: Eine Pflegestelle nimmt Notfallratten vorübergehend auf und kümmert sich um ihre Versorgung und tierärztliche Betreuung bis zur Weitervermittlung in ein endgültiges, artgerechtes Zuhause. 
    1. Pflegestelle mit Vermittlungsaktivität (PS): Die Pflegestelle übernimmt selbstständig die Vermittlungsarbeit der aufgenommenen Ratten: führt Beratungsgespräche mit Interessenten und bringt die Ratten ins neue Zuhause. Jede Vermittlung hat unter Einhaltung der auf der Webseite unter „Vermittlungsbedingungen“ genannten Vorgaben und unter Verwendung des Schutzvertrages der Notrattenhilfe zu erfolgen. Mindestvoraussetzung ist die Stellmöglichkeit/der Besitz eines Käfigs mit LxBxH 80x50x80cm (Innenmaße); bei Mitgliedern die Möglichkeit mindestens 5 Pflegeratten artgerecht unterzubringen. 
    2. Pflegestelle ohne Vermittlungsaktivität (PS (oV)): Die Pflegestelle nimmt Ratten zur Pflege bis zu ihrer endgültigen Vermittlung auf, aber alle Aktivitäten zur Vermittlung der Ratten werden von einer, ihr übergeordneten, Pflegestelle mit Vermittlungsaktivität übernommen. Sie hat nur soweit direkten Kontakt mit Interessenten, wie unbedingt notwendig (Besichtigung der Ratten durch Interessenten, in Anwesenheit der verantwortlichen PS). Die Ratten werden i. d. R. von der beaufsichtigenden Pflegestelle ins neue Zuhause gebracht. Mindestvoraussetzung ist die Stellmöglichkeit/der Besitz eines Käfigs mit LxBxH 80x50x80cm (Innenmaße). 
  3. Jede Pflegestelle muss die auf der Webseite unter „Aufnahme in Pflegestellen & Unterbringung“ genannten Voraussetzungen erfüllen. 
  4. Die Mitarbeit als Pflegestelle wird durch eine Anfrage bei einem Mitglied beantragt. Zunächst muss vom Anwärter der Fragebogen „Pflegestelle“ aufgefüllt werden, der von einem Leitenden Mitglied geprüft wird und es folgt ein Gespräch mit dem PS-Anwärter. 
  5. Eine Person, die als neue Pflegestelle arbeitet, hat zunächst 3 Monate Probezeit. In dieser Zeit untersteht sie einer regulären Pflegestelle (Paten-PS), die ihr bei allen Fragen und Problemen weiterhilft. Alle Vermittlungsaktivitäten der Neu-PS werden zusammen mit ihrer Paten-PS durchgeführt. Werden innerhalb der Probezeit keine Notfallratten in die Notrattenhilfe aufgenommen, die für die Neu-Pflegestelle zur Betreuung in Frage kommen, so verlängert sich die Probezeit so lange um jeweils weitere 2 Monate, bis die Neu-Pflegestelle in der Praxis Erfahrungen sammeln und ihre Eignung als PS unter Beweis stellen konnte. Bei positiver Zusammenarbeit wird die Neu-PS nach Zustimmung aller Mitglieder als vollwertige Pflegestelle aufgenommen. 
  6. Die Pflegestellen werden durch das Spendenkonto der Notrattenhilfe finanziell unterstützt, sofern es der Kontostand ermöglicht. Ob und in welcher Höhe eine finanzielle Unterstützung der Pflegestellen möglich ist, wird halbjährlich von den Mitgliedern neu festgelegt. Weitere Details sind im internen Bereich der Webseite (Forum) aufgeführt. 
  7. Wenn eine Pflegestelle eine oder mehrere Ratten aufnehmen möchte, muss sie sich vorher mit dem für die Vermittlung verantwortlichen Mitglied in Verbindung setzen und gemeinsam mit ihm abklären, ob die Aufnahme in der aktuellen Situation möglich und sinnvoll ist. Nur so ist gewährleistet, dass die Notrattenhilfe nach Möglichkeit einen - sowohl bezüglich der Anzahl, als auch der Merkmale (Alter, Geschlecht, Charakter, Farbe/Zeichnung) der Ratten - der aktuellen Vermittlungssituation in der Region, den Kapazitäten der Pflegestellen und der finanziellen Situation der Rattenkasse angepassten Bestand beherbergt. In Ausnahmefällen, wenn die Ratten ohne Futter/Wasser sind, Tod oder Aussetzen unmittelbar droht oder sie beispielsweise in einem Pappkarton untergebracht sind, ist eine Aufnahme ohne Rücksprache zulässig (wobei auch dabei vorher der Versuch unternommen werden muss, das für die Vermittlung verantwortliche Mitglied zu erreichen). 
  8. Neu aufgenommene Ratten müssen innerhalb von 24 Stunden gemeldet werden: Das für die Vermittlung verantwortliche Mitglied ist zu kontaktieren und möglichst genau über alle Informationen zu den Ratten (wenn machbar bereits mit Fotos) zu informieren. Zusätzlich listet die PS die Ratten im internen Bereich der Webseite (Forum) im Thread „Nummerierung der Vermittlungsratten“ auf. 
  9. Die Vermittlung von Ratten aus den Pflegestellen darf nur mit dem Schutzvertrag der Notrattenhilfe Bielefeld & Umgebung stattfinden. Ausgenommen sind Ratten, die für ein Tierheim zur Pflege übernommen werden; diese werden i. d. R. in Rücksprache mit dem Tierheim und mit dessen Schutzvertrag weitervermittelt. 
  10. Bei der Rattenübernahme und der Vermittlung werden alle Überlassungs- und Schutzverträge zentral bei einem Mitglied, das die Verwaltung/Aufbewahrung der Verträge übernommen hat, gesammelt. 

 

§7 Rechte der Pflegestellen 

  1. Mitsprache bei der Aufnahme von Ratten in ihre Pflegestelle. 
  2. Mitsprache bei der Vermittlung von Ratten aus ihrer Pflegestelle. 
  3. Pflegestellen werden durch das Spendenkonto der Notrattenhilfe im Rahmen der halbjährlich festgelegten Beträge, die im internen Bereich (Forum), Unterforum „Pflegestellen“ genannt werden, finanziell unterstützt. Ein Anspruch auf finanzielle Unterstützung kann nicht geltend gemacht werden, wenn aufgrund von wenig Geld auf dem Spendenkonto eine vorübergehende Aussetzung der Zahlungen festgesetzt wird. 

 

§8 Pflichten der Pflegestellen 

Die Pflegestellen der Notrattenhilfe Bielefeld & Umgebung verpflichten sich dazu, 

  1. durch eigene Arbeit und Unterstützung anderer Mitglieder und Pflegestellen die möglichst reibungslose Erfüllung der anfallenden Aufgaben zu ermöglichen 
  2. ihre Ratten liebevoll und artgerecht zu halten, entsprechend der Definition von artgerechter Haltung wie die Notrattenhilfe sie versteht und auf ihrer Webseite und Infoseite zum Ausdruck bringt.
  3. keine aktive Zucht und Vermehrung von Ratten zu betreiben. 
  4. keinen Kontakt zwischen Ratten und anderen Tierarten zuzulassen. 
  5. im internen Bereich der Webseite (Forum) registriert zu sein, sich dort mindestens alle 72 Stunden 1x einzuloggen und sämtliche Beiträge im Unterforum „Pflegestellen“ zu lesen. Bei Abwesenheit (z. B. Urlaub) muss die PS Bescheid sagen, dass sie sich nicht pflichtgemäß einloggen kann. (nicht bindend für PS(oV)))
  6. Für die Pflegestellen sind diese Satzung und die Ordnungen der Notrattenhilfe verbindlich. Die Pflegestellen sind verpflichtet, alles zu unterlassen, was dem Ansehen und dem Zweck der Notrattenhilfe entgegensteht.

 

§9 Ende der Arbeit als Pflegestelle

  1. Die Arbeit als Pflegestelle endet
    1. mit dem Tod der Pflegeperson 
    2. durch freiwillige Niederlegung der Pflegestellenarbeit 
    3. durch Kündigung des Pflegestellenvertrages 
    4. durch Ausschluss aus der Organisation 
  2. Der freiwillige Austritt als Pflegestelle ist mit einer Kündigungsfrist von 4 Wochen zulässig. Die Austrittserklärung erfolgt mittels eindeutiger Willenserklärung an ein Leitendes Mitglied. Ein Mitglied hat nach Beendigung der Mitgliedschaft keinen Anspruch auf das Organisationsvermögen.
  3. Die Streichung als Pflegestelle erfolgt, wenn die Pflegestelle länger als 3 Monate und trotz wiederholter Ermahnungen ihren Pflegestellenpflichten nicht ohne Aufforderung nachkommt. Die Streichung als Pflegestelle erfolgt durch Beschluss der Leitenden Mitglieder.
  4. Ausschluss aus der Notrattenhilfe 
    1. Eine Pflegestelle kann aus der Notrattenhilfe ausgeschlossen werden, wenn sie dem Ansehen der Notrattenhilfe oder dem Frieden unter den Pflegestellen und Mitgliedern erheblich geschadet hat. Weiterhin kann eine Pflegestelle bei Verstößen gegen die Ziele oder die Pflichten einer Pflegestelle gemäß §8 der Satzung oder die Ordnungen der Organisation aus der Notrattenhilfe ausgeschlossen werden. Der Ausschluss erfolgt durch Beschluss der Leitenden Mitglieder und wird dem Mitglied als Brief oder E-Mail an die letztbekannte Adresse zugesandt.
    2. Gegen den Beschluss kann das Mitglied innerhalb von 4 Wochen schriftlich an ein Leitendes Mitglied Berufung einlegen. Die nächste Mitgliederversammlung stimmt über die Wirksamkeit des Ausschlusses ab. Eine schriftlich eingehende Stellungnahme des Mitglieds ist in der Mitgliederversammlung zu verlesen. Das Mitglied hat auch das Recht, sich persönlich zu den Ausschlussgründen vor der Mitgliederversammlung zu äußern. Stimmt die Mitgliederversammlung mit mindestens einer Dreiviertelmehrheit gegen den Ausschluss, wird der Ausschluss unwirksam. Ämter und Funktionen ruhen bis zur Abstimmung, die übrigen Mitgliedsrechte bleiben bis dahin bestehen.
    3. Im Falle eines groben Verstoßes gegen den Organisationszweck oder die Pflichten gegenüber Vermittlungsratten erfolgt der Ausschluss im Eilverfahren und ohne Möglichkeit der Berufung. Als grober Verstoß zählen bewusste Zucht und Vermehrung von Ratten, sowie eine schwerwiegende Vernachlässigung von der Pflegestelle anvertrauten Vermittlungstieren. Der Verstoß muss von mindestens 2 Mitgliedern oder Pflegestellen bezeugt werden und hat die sofortige Unterbringung der Ratten an anderen Stellen und Ausschluss der Pflegestelle zur Folge.
  5. Die zum Zeitpunkt des Ausscheidens noch in der Pflegestelle befindlichen Vermittlungsratten bleiben Eigentum der Notrattenhilfe und werden nach Entscheidung der Mitglieder zur weiteren Vermittlung auf andere Stellen (Pflegestellen; bei Platzmangel ggfs. kooperierende Tierheime) verteilt.

 

§10 Mitglieder 

  1. Die Notrattenhilfe besteht aus 
    1. Leitenden Mitgliedern 
    2. Ordentlichen Mitgliedern 
    3. Ehrenmitglieder 
  2. Ordentliches Mitglied der Notrattenhilfe kann jede Person ab einem Lebensalter von 16 Jahren werden. 
  3. Ehrenmitglieder sind Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens und der Notrattenhilfe selbst, die sich besondere Verdienste im Sinne des §2 der Satzung erworben haben, indem sie die Arbeit der Notrattenhilfe durch außerordentliches persönliches Engagement oder wiederholte überdurchschnittliche finanzielle Unterstützung fördern. Ehrenmitglieder haben keine Rechte oder Pflichten gegenüber der Notrattenhilfe. Der Geehrte hat kein Stimmrecht und auch kein Teilnahmerecht an der Mitgliederversammlung; er kann aber auf seinen Wunsch hin zur Teilnahme zugelassen werden.

 

§11 Erwerb der Mitgliedschaft 

  1. Voraussetzung für die Möglichkeit, Mitglied zu werden ist die Mitarbeit in der Notrattenhilfe als Pflegestelle mit Vermittlungsaktivität für mind. 6 Monate nach Beendigung der Probezeit. Die Mitgliedschaft kann nicht selbst beantragt werden. Ein bestehendes Mitglied beantragt die Mitgliedschaft durch den Vorschlag gegenüber den anderen Mitgliedern, die Pflegestelle unter die Mitglieder aufzunehmen. 
  2. Über den Vorschlag auf Mitgliedschaft wird in gemeinsamer Abstimmung der Mitglieder entschieden; Entscheidungen müssen begründet werden. Eine Pflegestelle gilt nur dann als Mitglied aufgenommen, wenn alle Mitglieder einheitlich dafür stimmen. Gegenstimmen führen zur Ablehnung des Mitgliedervorschlags. Ein Aufnahmeanspruch besteht nicht. 
  3. Mit positiver Abstimmung wird zunächst für die folgenden 3 Monate der Status „Mitglied auf Probe“ erreicht. Nach Ablauf der Probezeit befragt ein Leitendes Mitglied alle Mitglieder nach ihrer Meinung zu dem neuen Mitglied. Das neue Mitglied wird nach seiner Meinung zur Probezeit gefragt und ob es sich eine weitere Mitarbeit in der Notrattenhilfe vorstellen kann. Eine begründete Ablehnung in der Teamabstimmung durch ein bestehendes Mitglied führt zur Ablehnung der endgültigen Aufnahme; das Mitglied auf Probe bekommt wieder den Status einer Pflegestelle. Ein Aufnahmeanspruch besteht nicht. 
  4. Mit der Anfrage, ob der Anwärter sich eine Mitarbeit in der Notrattenhilfe sowohl als Pflegestelle oder auch als Mitglied vorstellen kann, erkennt der/die Bewerber/in die Satzung und die sonstigen Ordnungen und Bestimmungen der Notrattenhilfe an. 
  5. Ehrenmitglieder können von jedem Mitglied, unter Anführung der besonderen Verdienste der Person, vorgeschlagen werden. Die Aufnahme erfolgt, wenn bei der Abstimmung der Mitgliederversammlung eine zwei Drittel Mehrheit erreicht wurde. 

 

§12 Rechte der Mitglieder

  1. Leitende Mitglieder und ordentliche Mitglieder haben Teilnahme-, Rede- und Antragsrecht auf allen Mitgliederversammlungen. 
  2. Jedes Mitglied ab dem vollendeten 16. Lebensjahr hat das Recht, durch Ausübung des Stimmrechts an den Beschlussfassungen der Mitgliederversammlung teilzunehmen. Jedes Mitglied hat in der Mitgliederversammlung eine Stimme. 

 

§13 Pflichten der Mitglieder 

Die Mitglieder der Notrattenhilfe Bielefeld & Umgebung verpflichten sich dazu, 

  1. durch eigene Arbeit und Unterstützung anderer Mitglieder und der Pflegestellen die möglichst reibungslose Erfüllung der anfallenden Aufgaben zu ermöglichen 
  2. ihre Ratten liebevoll und artgerecht zu halten, entsprechend der Definition von artgerechter Haltung wie die Notrattenhilfe sie versteht und auf ihrer Webseite und Infoseite zum Ausdruck bringt. 
  3. keine aktive Zucht und Vermehrung von Ratten zu betreiben. 
  4. keinen Kontakt zwischen Ratten und anderen Tierarten zuzulassen. 
  5. im internen Bereich der Webseite (Forum) registriert zu sein, sich dort mindestens alle 72 Stunden 1x einzuloggen und sämtlichen neuen Beiträge zu lesen. Bei Abwesenheit (z. B. Urlaub) muss das Mitglied Bescheid sagen, dass sie sich nicht einloggen kann. 
  6. Für die Mitglieder sind diese Satzung und die Ordnungen der Notrattenhilfe verbindlich. Die Mitglieder sind verpflichtet, alles zu unterlassen, was dem Ansehen und dem Zweck der Notrattenhilfe entgegensteht. 
  7. In der Regel müssen alle Mitglieder Pflegestellenplätze anbieten - dies gilt insbesondere für alle neuen Mitglieder. Falls langjährige Mitglieder aus verständlichen Gründen keine Pflegeplätze mehr anbieten können, bleibt die weitere Mitgliedschaft bestehen, sofern andere Aufgabenfelder vom Mitglied abgedeckt werden können. 

 

§14 Ende der Mitgliedschaft

  1. Die Mitgliedschaft endet 
    1. mit dem Tod des Mitglieds 
    2. durch freiwilligen Austritt 
    3. durch Streichung von der Mitgliederliste 
    4. durch Ausschluss aus der Organisation 
  2. Der freiwillige Austritt ist mit sofortiger Wirkung zulässig. Die Austrittserklärung erfolgt mittels eindeutiger Willenserklärung an ein Leitendes Mitglied. Die Erklärung Minderjähriger muss auch von der gesetzlichen Vertretung bestätigt werden. Ein Mitglied hat nach Beendigung der Mitgliedschaft keinen Anspruch auf das Organisationsvermögen. 
  3. Die Streichung von der Mitgliederliste erfolgt, wenn das Mitglied länger als 6 Monate und trotz wiederholter Ermahnungen seinen Mitgliedspflichten nicht nachkommt. Die Streichung der Mitgliedschaft erfolgt durch Beschluss der Leitenden Mitglieder. 
  4. Ausschluss aus der Notrattenhilfe 
    1. Ein Mitglied kann aus der Notrattenhilfe ausgeschlossen werden, wenn es dem Ansehen der Notrattenhilfe oder dem Frieden unter den Mitgliedern erheblich geschadet hat. Weiterhin kann ein Mitglied bei Verstößen gegen die Ziele oder die Pflichten eines Mitglieds gemäß §13 der Satzung oder die Ordnungen der Organisation aus der Notrattenhilfe ausgeschlossen werden. Der Ausschluss erfolgt durch Beschluss der Leitenden Mitglieder und wird dem Mitglied als Brief oder E-Mail an die letztbekannte Adresse zugesandt. 
    2. Gegen den Beschluss kann das Mitglied innerhalb von 4 Wochen schriftlich an ein Leitendes Mitglied Berufung einlegen. Die nächste Mitgliederversammlung stimmt über die Wirksamkeit des Ausschlusses ab. Eine schriftlich eingehende Stellungnahme des Mitglieds ist in der Mitgliederversammlung zu verlesen. Das Mitglied hat auch das Recht, sich persönlich zu den Ausschlussgründen vor der Mitgliederversammlung zu äußern. Stimmt die Mitgliederversammlung mit mindestens einer Dreiviertelmehrheit gegen den Ausschluss, wird der Ausschluss unwirksam. Ämter und Funktionen ruhen bis zur Abstimmung, die übrigen Mitgliedsrechte bleiben bis dahin bestehen. 

 

§15 Die Mitgliederversammlung 

Einberufung der Mitgliederversammlung 

  1. Die Mitgliederversammlung ist mind. 2x jährlich von einem Leitenden Mitglied unter Einhaltung einer Einladungsfrist von vier Wochen durch persönliche Einladung mittels E-Mail oder Brief an die letztbekannte E-Mailadresse oder Postanschrift der Mitglieder einzuberufen, sofern innerhalb der vergangenen 6 Monate keine außerordentliche Mitgliederversammlung stattgefunden hat. Die Frist beginnt mit dem auf die Absendung des Einladungsschreibens folgenden Tag. Mit der Einladung ist die festgesetzte Tagesordnung mitzuteilen. Die Ladung kann auch durch Bekanntgabe im internen Bereich der Webseite (Forum) erfolgen. 
  2. Jedes Mitglied kann bis spätestens sieben Tage vor der Mitgliederversammlung bei einem Leitenden Mitglied schriftlich eine Ergänzung der Tagesordnung beantragen. Für später eingehende Anträge kann eine Beratung und Beschlussfassung nicht verlangt werden. 

Außerordentliche Mitgliederversammlung 

  1. Im Regelfall finden außerordentliche Mitgliederversammlungen durch Treffen beim Stammtisch oder anderen Zusammenkünften statt, wenn das Interesse der Notrattenhilfe eine Beratung der Mitglieder erfordert. Beschlussfähige Mitgliederversammlungen können neben persönlichen Treffen, auch fernmündlich, z. B. durch Telefonkonferenz, Facebook-Chat oder im internen Bereich der Webseite (Forum) im geschlossenen Mitgliederbereich, abgehalten werden, sofern alle stimmberechtigten Mitglieder dort vertreten und aktiv sind. 
  2. Eine außerordentliche Mitgliederversammlung muss einberufen werden, wenn die Einberufung von einem Zehntel aller Mitglieder schriftlich unter Angabe des Zwecks und der Gründe von einem Leitenden Mitglied verlangt wird. 
  3. Die außerordentliche Mitgliederversammlung ist spätestens acht Wochen nach Vorlage des Antrages durchzuführen. 

Beschlussfassung der Mitgliederversammlung 

  1. Die Mitgliederversammlung ist beschlussfähig, wenn außer wenigstens 2 Mitgliedern auch alle Leitenden Mitglieder anwesend sind. 
  2. Ist die Mitgliederversammlung nicht beschlussfähig, so ist eine erneute Mitgliederversammlung mit gleicher Tagesordnung einzuberufen. Diese ist ohne Rücksicht auf die Zahl der erschienen Mitglieder beschlussfähig. 
  3. In der Mitgliederversammlung hat jedes ordentliche Mitglied und jedes Leitende Mitglied, eine Stimme. Das Stimmrecht ist nicht übertragbar und muss unmittelbar ausgeübt werden. 
  4. Die Mitgliederversammlung wird von den Leitenden Mitgliedern geleitet. 
  5. Die Mitgliederversammlung fasst Beschlüsse im Allgemeinen mit einfacher Mehrheit der abgegebenen gültigen Stimmen. Stimmenthaltungen gelten als ungültige Stimmen. Bei Stimmengleichheit erfolgt eine Stichwahl. 
  6. Satzungensänderungen und die Organisationsauflösung können nur so beschlossen werden, wie in §16 und §17 der Satzung festgelegt. Für den Fall der Änderung des Zweckes der Notrattenhilfe ist die Mitgliederversammlung beschlussfähig, wenn mindestens vier Fünftel der stimmberechtigten Mitglieder anwesend sind. Für den Fall der Organisationsauflösung ist die Mitgliederversammlung beschlussfähig, wenn mindestens drei Fünftel der stimmberechtigten Mitglieder anwesend sind. 

Protokoll 

  1. Der Verlauf und die Verhandlungen der Mitgliederversammlung werden schriftlich protokolliert, sofern die Versammlung nicht ohnehin fernmündlich in schriftlicher Form stattfindet. 
  2. Das Protokoll enthält:
    - Ort und Zeit der Versammlung,
    - Namen der vertretenen Mitglieder,
    - Tagesordnung,
    - Wortlaut der gefassten Beschlüsse,
    - Abstimmungsergebnisse. 
  3. Das Protokoll wird vom Versammlungsleiter und vom Protokollführer unterzeichnet. 
  4. Das Protokoll der Mitgliederversammlung wird zur Einsicht für alle Mitglieder in den internen Bereich der Webseite (Forum) übertragen. 

 

§16 Satzungsänderungen 

  1. Eine Änderung der Satzung bedarf der Zustimmung einer Mehrheit von drei Vierteln der anwesenden Mitglieder bei der Mitgliederversammlung. 
  2. Eine Änderung des Zwecks der Notrattenhilfe bedarf der Zustimmung einer Mehrheit von drei Vierteln der anwesenden Mitglieder bei der Mitgliederversammlung sowie der Zustimmung aller Gründungsmitglieder, die noch in der Notrattenhilfe Mitglied sind. 
  3. Stimmenthaltungen gelten als ungültige Stimmen. 

 

§17 Auflösung der Organisation 

  1. Die Auflösung der Notrattenhilfe kann nur in einer Mitgliederversammlung mit einer Mehrheit von vier Fünfteln der abgegebenen gültigen Stimmen beschlossen werden. Stimmenthaltungen gelten als ungültige Stimmen. 
  2. Die Leitenden Mitglieder sind gemeinsam vertretungsberechtigte Liquidatoren. 
  3. Bei Auflösung der Notrattenhilfe oder bei Wegfall steuerbegünstigter Zwecke fällt das Vermögen der Organisation zu gleichen Teilen an den Tierschutzverein Bielefeld & Umgebung e.V. und den Tierschutzverein Gütersloh und Umgebung e.V., welche es unmittelbar und ausschließlich für gemeinnützige Zwecke zu verwenden haben. 
  4. Die vorstehenden Bestimmungen gelten entsprechend, wenn die Notrattenhilfe aus einem anderen Grund aufgelöst wird.

 

(Fassung vom 19.07.2014) 

 

Zusätzliche Informationen