Wir sind aktuell 8 Personen, die gemeinsam als Team für die Ratten der Region zusammenarbeiten. Unsere Pflegestellen befinden sich in Augustdorf, Bielefeld, Herford, Luhden und Hannover. Meistens sind aus diversen privaten Gründen nicht alle gleichzeitig als Pflegestellen aktiv und so verteilen sich die administrativen Aufgaben und die Beherbergung unserer Vermittlungsgäste.

 

Unsere Pflegestellen arbeiten freiwillig und ehrenamtlich. Sie haben eine begrenzte Kapazität und wir entscheiden von Fall zu Fall, ob wir eine/mehrere Ratte(n) in unsere Pflegestellen aufnehmen können und möchten. 

Grundsätzliche Voraussetzungen für die Aufnahme in unsere Pflegestellen sind: 

  • Die Ratten werden vom Vorbesitzer kostenfrei abgegeben, d. h. wir kaufen keine Tiere frei, denn wir möchten nicht die Annahme unterstützen, man könne mit Ratten Geld verdienen und durch die Übernahme der Ratten entstehen uns ohnehin immer einige Kosten: Unterbringung, Futter und Wasser, Tierarzt usw.
  • Der Vorbesitzer muss bereit sein, die Ratten so abzugeben, dass kein weiterer Nachwuchs bei ihm entstehen kann. Nur dann können wir helfen.
  • Für uns muss die Bereitschaft erkennbar sein, entweder die Haltung nachhaltig aufs Niveau "artgerecht" zu verbessern oder in Zukunft keine Ratten mehr zu halten oder aufzunehmen. Wir unterstützen kein "Fass ohne Boden", wo wir in absehbarer Zeit erneut Ratten wegholen müssten.
  • In den meisten Fällen machen wir einen Überlassungsvertrag, in denen der Vorbesitzer uns die Besitzrechte und Ansprüche an den Ratten überträgt, so dass wir rechtlich abgesichert sind (nicht dass wir die Ratten weitervermitteln und der Besitzer verlangt sie später doch wieder zurück).
  • Je nach Bedarf, übernehmen wir gerne den Käfig und Zubehör (natürlich abhängig von Größe und Zustand) vom Vorbesitzer.
  • Eine Anfrage zur Aufnahme von Ratten in unsere Pflegestellen kann jederzeit an uns gestellt werden.
    Auch wenn wir Tiere nicht direkt übernehmen (können), helfen wir: Wir listen die Ratten auf unserer Vermittlungsliste und Facebook-Seite, und stellen sie in tierschutzorientierte Rattenforen mit ein, um sie einem breiten Publikum potentieller Interessenten vorzustellen, und leiten Interessenten dann an die Besitzer weiter. Außerdem helfen wir gerne bei der Formulierung von Vermittlungsanzeigen für Foren, Kleinanzeigen und andere Portale.

 

Unterbringung der Vermittlungsratten - Grundsätze für Pflegestellen

Die regulären Käfige entsprechen den Mindestmaßen LxBxH 80x50x80 cm und mit größerer Rattenanzahl entsprechend größer. (Ausnahme: Einige Notkäfige dürfen bis max. 5 cm unter Mindestmaßen liegen. Ebenfalls ausgenommen sind Quarantänekäfige, deren vorrangiges Kriterium die Desinfizierbarkeit und eine möglichst geringe Verbreitung von Krankheitserregern in die Umgebung ist.)

Die Käfige werden nach Möglichkeit entsprechend den Maximalangaben nach CageCalc besetzt. In Notsituationen (bei Mangel an Stellplatz für Käfige oder keinem entsprechend großen, verfügbaren Käfig), wenn Ratten schnell aus ihrem ursprünglichen Zuhause weg müssen, weil sie in sehr kleinen Käfigen, unter schlechten Bedingungen sitzen oder die Situation lebensbedrohlich ist (drohende Tötung/Verfütterung/Tod wegen schlechter Haltungsbedingungen/Krankheit), akzeptieren wir, dass, je nach Käfig, diese Angaben um 1-3 Ratten überschritten werden.
Wir bedauern, nicht allen Ratten die von uns bei der Vermittlung in eine dauerhafte Haltung geforderten Käfiggrößen (Mindestmaße nach CageCalc und eine Grundfläche von mind. 0,5 m2) bieten zu können, aber unsere Vermittlungskäfige sind meist noch um ein vielfaches besser, als die Umstände, aus denen wir die Ratten holen und so müssen wir zugunsten einer besseren Zukunft für die Tiere gewisse Kompromisse für den Zeitraum der Vermittlung eingehen.

 

Die Käfige sind mit mind. 1 Volletage ausgestattet und zusätzlich, je nach Käfighöhe, mit weiteren Voll- oder Teiletagen. Als Übergang von einer Etage zur nächsten dienen Holzrampen oder Treppen.

Die minimale Grundausstattung der Vermittlungskäfige unserer Pflegestellen beinhaltet mind. 1-2 Häuschen, 2 Futternäpfe (Trockenfutter und Frischfutter), eine Trinkflasche (und/oder Wassernapf, sofern die Tiere (noch) keine Trinkflasche kennen), eine Toilette mit Toiletteneinstreu.

Die Etagen sind mit Zeitungen ausgelegt und zum Häuschen polstern gibt es Zeitungsschredder, Küchenpapier oder Toilettenpapier. Holzetagen sind mit ungiftigem Lack, Norm EN 71.3, lackiert.

 

Weitere Einrichtung und Einstreu variiert je nach Verfügbarkeit und Pflegestelle: 

  • Sputniks, Rody Iglus, Hängematten, Häuschen, Röhren, Weiden- oder Graskugeln, Holzbrücken, Nageäste, Sepiaschalen ...
  • in den Toiletten z. B. Chipsi Maisgranulat, Holz-/Strohpellets, staubarmes Kleintierstreu ...

Zusätzliche Informationen